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Allgemein
FAMOS
Scilab
Abstraktion als Leistung erkennen…..
Hallo,
auf in den Kampf, ich freue mich schon auf die nachfolgenden Kommentare…viel Spaß beim Lesen…
Wenn wir in unseren Dienstleitungen die Prozesse der realen Welt in die mathematisch, physikalisch beschreibbare EDV-Welt überführen, hört man sehr oft:
Das ist aber nur hier so einfach…
im zweiten Satz:
….viel zu einfach, viel zu viel nicht berücksichtigt….
und der dritten Satz:
So geht das aber nicht bei mir! Nicht praxisnah, nicht umsetzbar. Unbrauchbar!
Erstaunlich ist, das in der Alltagswelt eine mathematisches Grundbedingung der Gleichungstheorie scheinbar außer Kraft gesetzt ist. Hier werden plötzlich Systeme lösbar, bei denen viel mehr (meist sogar in der mehrfachen Potenz) Unbekannte wie unabhängige Gleichungen existieren. Ein Phänomen.
Gleich zu Anfang wird das zu untersuchende System mit einer Komplexität abgebildet, bis die Lösungssuche für die gestellte Aufgabe (das zu lösende Problem) eigentlich nur im totalen Frust enden kann. Das Einfache erkennen, das was wirklich wichtig ist und danach erst die noch unbedingt notwendigen Wechselwirkungen in die Aufgabenlösung einbeziehen wird nicht als die eigentliche Leistung verstanden.
Es werden Systeme heute angeblich aus Erfahrung heraus beherrscht, und wenn dann z.B. eine neue Maschine oder ein neues Verfahren (also eine Prozessänderung stattfindet) zum Einsatz kommen muss, funktioniert erst einmal gar nichts mehr. Natürlich war in einer solchen Situation das Alte besser. Aber nun auf die Idee zu kommen es liege daran, das das Neue nichts tauge, ist, wenn man auch bereit war, etwas Geld in die Hand zu nehmen, schlicht weg falsch. Denn auch der Hersteller des neuen Produktes sollte seine Hausaufgaben gemacht haben. Eher ist nun die Suche nach dem “Erfahrungswissen” angesagt. Denn ein Nachteil dieses “Wissens” ist, das es sich hierbei nicht wirklich um Wissen handelt. Sondern eher um ein, in der Vergangenheit aufgrund eines längerfristigen Optimierungsprozess erhaltendes Ergebnis. Somit um ein Einstellen eines regelungstechnischen Sachverhaltes auf einem lokalen Verharrungsbereich. Solange nun nichts Gravierendes verändert wurde, hatte man die Prozesse unter “scheinbar” Kontrolle. Denn wirkliche Kontrolle würde bedeuten, dass man das System auch bei der Einwirkung einer definierten Störgröße möglichst schnell aber zu mindestens überhaupt wieder kontrollieren kann.
Der Austausch einer Maschine oder eines Gerätes in der Prozesskette ist nichts anderes wie eine Störgröße im Gesamtprozess.
in diesem Sinne …. viel Spaß heute und ran an das Abstrahieren….
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